Auf zu neuen Ufern? (Vorschau)

Während der vergangene Post lediglich ein kleiner literarischer Ausschweif (minderer Qualität?) war, möchte ich mich nach erneut etwas arg langer Schreibpause nun wieder thematischen Inhalten widmen.

Betrachtet man die Entwicklung von Theater und Bar in den vergangenen Dekaden, so ist nahezu eine gegensätzliche Bewegung zu beobachten. Während es das Theater geschafft hat, sich nahezu von allen Konventionen zu lösen, greift die Barwelt mehr denn je die Vergangenheit auf. So hat sich der Schwerpunkt des Theaters immer mehr vom Inhalt, zur Wirkung beim Rezepienten verschoben. Theater kann mittlerweile ohne Bühne, ohne Text, ohne erkennbaren Inhalt und sogar ohne Schauspieler funktionieren. Das Theater beantwortete die “Bedrohung” durch die Filmtechnik mit Avantgarde, bzw. mit Weiterentwicklung (glaubt mir, alles was im Fernsehen heute einen gesellschaftlichen Eklat dar stellt, ist im Theater schon längst wieder ein alter Hut).

In den folgenden Posts wird es darum gehen, inwiefern auch die Barwelt in der Lage ist, sich von Konventionen zu lösen. Brauchen wir einen Tresen? Brauchen wir überhaupt einen Raum? Brauchen wir Flüssigkeiten? Et cetera, et cetera, et cetera. Wie weit kann man gehen? Oder ist eine “Avantgarde der Bar” doch nur eine Utopie?

Jeder ist herzlichst eingeladen seinen verbalen Senf beizusteuern! 

Hannes

P.S.: Zur Veranschaulichung der theatralen Entwicklung empfehle ich folgenden Ausschnitt aus der “Tragedia Endogonidia” von Romeo Castellucci – zwar mit Bühne aber ansonsten Postdramatik at its best: http://www.youtube.com/watch?v=SxPD7S8_R1c&feature=related

Über bartheater

Bartender und Theaterwissenschaftler.
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2 Antworten zu Auf zu neuen Ufern? (Vorschau)

  1. Jens schreibt:

    Senf! Die Vorschau liest sich spannend.. das tat sie auch schon vor einem halben Jahr. Wann geht’s weiter? ;)

    • bartheater schreibt:

      Lieber Jens,

      es haben sich bei mir so einige Prioritäten in den letzten Monaten verschoben (privater Natur), da musste dieses kleine Projekt erstmal hinten anstehen. Ich verspreche im Bälde wieder fleißiger zu sein! Vorfreude ist die schönste Freude!

      Hannes

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